Rückblick TUniCorn 2026
Der vierte Ideenwettbewerb des Gründungsservice der TU Clausthal fand erneut unter der Leitung des gemeinsamen Gründungsservices der TU Clausthal und der Wirtschaftsförderung der Region Goslar (WiReGo) statt und bot innovativen Projekten eine Plattform – wiederum auch mit englischsprachigen Beiträgen. Die Jury kürte in der Abschlussveranstaltung am 05.03.2026 drei Sieger-Teams.
Mit 18 Bewerbungen verzeichnete der Wettbewerb in diesem Jahr einen neuen Rekord. Acht Projekte schafften es ins Finale und präsentierten ihre Ideen im Gründungszentrum Clausthal-Zellerfeld vor Publikum und Jury. Die Jury setzte sich zusammen aus Iris Seeber (Volksbank im Harz eG), Samet Kibar (Gründungszentrum CLZ), Christian Schäfer (Fels Werke GmbH) und Michael Reiß (Holos Excellence) sowie erstmals Prof. Dr. Ani Melkonyan-Gottschalk (TU Clausthal).
Ein besonderes Highlight des Abends war zudem ein Gastvortrag von Emil Alkountar, Gründer von or et vin – einem Parfüm-Startup, das direkt in Clausthal-Zellerfeld entstanden ist. Mit seinem persönlichen Gründungsweg begeisterte und inspirierte er die Teilnehmenden und zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial im Gründungsstandort Clausthal steckt.
Die acht Finalisten vom TUniCorn Ideenwettbewerb 2026
Die acht Final-Teams zeigten die große thematische Bandbreite des diesjährigen Wettbewerbs, mit großem Hang zur KI: QuinAir (neuartige Luft-Redox-Flow-Batterie für saisonale Energiespeicherung), Rotor (Recycling von GFK-Rotorblättern aus Windenergieanlagen), Clara (KI-gestützte Sprachdokumentation für die Pflege), Peregrine Dynamics (KI-assistierte Morphing-Tragfläche für Drohnen), LV2CAD (KI-gestützte Werkplanung aus Leistungsverzeichnissen), Norscope (Offline-Augmented-Reality für industrielle Wartung), sortIQ.ai (KI-basierte Vorsortierung von Elektroschrott) sowie OptiLift (intelligente, bedarfsorientierte Aufzugssteuerung).
Das sind die Gewinner vom TUniCorn Ideenwettbewerb 2026:
Platz 1
QuinAir
QuinAir revolutioniert die saisonale Energiespeicherung durch eine neuartige Kombination aus Redox-Flow- und Metall-Luft-Batterie. Die Technologie zielt auf extrem niedrige Kosten von unter 34 €/kWh sowie hohe Energiedichten ab und adressiert damit einen zentralen Engpass der Energiewende: die saisonale Speicherung von Solarstrom.
Dr.-Ing. Marina Becker, Dr.-Ing. Maik Becker
Platz 2
Rotor
Rotor entwickelt einen kontinuierlichen Pyrolyseprozess zur stofflichen Verwertung von GFK-Rotorblättern aus Windenergieanlagen. Die Idee: Statt des klimaschädlichen Downcyclings in der Zementindustrie werden Glasfasern sowie Oel- und Gasfraktionen aus realen, heterogenen Rotorblattmaterialien zurückgewonnen – ein echter Recyclingpfad für eine bislang ungelößte Entsorgungsherausforderung der Windbranche.
Maximilian Feyrer, Philipp von Güldenstubbe
Platz 3
Clara
Clara löst ein drängendes Problem im Pflegealltag: die zeitaufwändige Dokumentation. Ein freihändiges, sprachliches KI-System ermöglicht Pflegekräften die Dokumentation direkt während der Arbeit. Gesprochene Inhalte werden transkribiert, semantisch analysiert, strukturiert und richtlinienkonform in Pflegesoftware überführt – mehrsprachig, offline-fähig und datenschutzkonform.
Zaki Hussein, Dominik Schulz, Prof. Dr. David Unbehaun
Jury begeistert: Follow-up nach sechs Monaten geplant
Besonderes Zeichen der Anerkennung in diesem Jahr: Die Jury zeigte sich von der Qualität aller acht Finalist-Teams so beeindruckt, dass sie geschlossen ihr Interesse an einem Follow-up-Gespräch bekundet hat. In rund sechs Monaten möchten die Jurymitglieder erfahren, wie sich die Projekte weiterentwickelt haben, und bieten den Teams dabei weitere persönliche Unterstützung an. Die Organisation dieses Formats übernimmt der Gründungsservice der TU Clausthal – ein starkes Signal für die nachhaltige Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gründungskultur in der Region.


Impressionen
Pressemitteilung der TU Clausthal